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Dienstag, 28. Mai 2013

Färbespaß, die erste



Da am Wochenende hier in Berlin der Himmel dunkelgrau und dauerregnerisch war, konnte man eigentlich nichts anderes unternehmen als gemütlich zuhause zu bleiben. Und da bot sich endlich die Gelegenheit, die Küche in ein Färbelabor umzuwandeln. Säurefarben (Luvotex) und ungefärbte Wolle hatte ich schon vor einer ganzen Weile besorgt und so stand einem bunten Treiben fast nichts im Wege. Außer vielleicht, dass ich auch ein paar kleine 50gr Knäule ungefärbte Merinowolle hatte, die ich mit als Probestränge nehmen wollte, und die es zuerst in Stränge wickeln galt. Und da meine besser Hälfte gern spontan handwerkelt und bastelt, baute er mir in 10 min mal eben so etwas wie eine Tischhaspel zusammen.
Krumm und schief, einfach gebaut, aber sensationell funktionell. Tut was es soll und ist gleich mal ins Herz geschlossen worden. Und da ich zum einen das Färben als solches, die Wirkung der Farben auf unterschiedlichen Materialien andererseits gleich einmal ausprobieren wollte, stellte ich eine kleine aber feine Auswahl der Stränge zusammen.


 
Ich hatte kleine Stränge der umgewickelten Merinowolle, dann einen 100gr. Merinostrang, 2 normale Sockenwollstränge und einen Lacestrang in Sockenwollzusammensetzung. Nicht die außergewöhnlichsten Mischungen, aber man will ja nicht gleich die edelsten Materialien beim ersten Mal verbrezeln. 
 
Dann hieß es die Küche färbefein zu machen. Also alles weggeräumt was auch nur im Entferntesten mit Lebensmitteln zu tun hat und mit einem Müllsack abgedeckt.
Die Farbmischkarte durfte auch nicht fehlen.
Und die Wolle durfte entspannt in der Badewanne faulenzen. 

Wir haben vieles ausprobiert, wir haben im Topf gefärbt, Stränge bemalt oder in verschiedene Farbküpen getunkt. 
 
Erstaunlich war immer wieder, wieviel Farbe in den Lösungen noch immer waren, nachdem die Wolle kräftig gefärbt war. Die rot-schwarze Färbung unten war lediglich 1% angemischt und auch nur knappe 50ml für den halben Strang. Aber nach dem Färben, reichten die Pigmente in der Küpe noch immer aus einen 50gr. Strang schön kräftig zu färben.

Und da der Post schon recht lang und die Bilderflut schierbar unendlich erscheinen, kommen später dann frische Bilder der fertigen Stränge. Gestern in einem kurzem Sonnenscheinaugenblickauf dem Balkon festgehalten. Man darf gespannt sein.

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