Da am Wochenende hier in Berlin der
Himmel dunkelgrau und dauerregnerisch war, konnte man eigentlich nichts anderes
unternehmen als gemütlich zuhause zu bleiben. Und da bot sich endlich die
Gelegenheit, die Küche in ein Färbelabor umzuwandeln. Säurefarben (Luvotex) und
ungefärbte Wolle hatte ich schon vor einer ganzen Weile besorgt und so stand
einem bunten Treiben fast nichts im Wege. Außer vielleicht, dass ich auch ein
paar kleine 50gr Knäule ungefärbte Merinowolle hatte, die ich mit als
Probestränge nehmen wollte, und die es zuerst in Stränge wickeln galt. Und da
meine besser Hälfte gern spontan handwerkelt und bastelt, baute er mir in 10
min mal eben so etwas wie eine Tischhaspel zusammen.
Ich hatte
kleine Stränge der umgewickelten Merinowolle, dann einen 100gr. Merinostrang, 2
normale Sockenwollstränge und einen Lacestrang in Sockenwollzusammensetzung.
Nicht die außergewöhnlichsten Mischungen, aber man will ja nicht gleich die
edelsten Materialien beim ersten Mal verbrezeln.
Dann hieß
es die Küche färbefein zu machen. Also alles weggeräumt was auch nur im Entferntesten mit Lebensmitteln zu tun hat und mit einem Müllsack
abgedeckt.
Erstaunlich war immer wieder,
wieviel Farbe in den Lösungen noch immer waren, nachdem die Wolle kräftig
gefärbt war. Die rot-schwarze Färbung unten war lediglich 1% angemischt und
auch nur knappe 50ml für den halben Strang. Aber nach dem Färben, reichten die
Pigmente in der Küpe noch immer aus einen 50gr. Strang schön kräftig zu färben.
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