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Freitag, 26. Juli 2013

Ein Mantel fürs Handy und sonstiges Grün

Nachdem bei den jetzt herrschenden Temperaturen Strick- und Färbeprojekte eher schleppend voran gehen, war mir zwischendrin trotz allem mal nach einem kleinen Erfolgserlebnis. Und so entstand  kurzerhand an 2 warmen Abenden eine kleine Handytasche für meine neues Schätzchen.


 



Ich strickte aus 50gr. weißer Filzwolle ein Läppchen zurecht und filzte es in der Waschmaschine. Und ich muss mir wirklich merken, dass Strickfilzen mit Jeans als Filzhilfen bei weißer Wolle echt ungeeignet sind. Obwohl die Hosen schon gefühlte 100mal von uns gewaschen wurden und ich vorsichtshalber noch zwei "Damit-Nichts-Verfärbt"-Tücher hinzugegeben hatte, ist die das Filzergebnis leider graustichig geworden. Nicht mehr so schon schneeweiß. Nun ja, egal, es sollte ja sowieso eher zweckmäßig sein, als unendlich schön.
Nach einer sensationellen Trocknungszeit von 30 min auf dem Balkon in der Abendsonne, schnippelte ich dann etwas rum und nähte das ganze mit Sockenwollresten schön stümperhaft zusammen. 



Hier mal noch eine bessere Nahaufnahme der krummen Naht.



Und weil ich so enttäuscht über das verfärbte Weiß war und sowieso gerade in Bstelstimmung, wurde die Vorderseite kurzerhand mit Wensleydalelocken befilzt.



Meine Katze, die bei Arbeiten mit Wolle ja sowieso immer wahnsinnig gespannt neben mir sitzt, wurde kurzerhand ebenfalls mit eingebunden. Eine kleine feine Locke von ihr ist ebenfalls mit drauf. Auf dem oberen Bild ist nur der untere Rand der weißen Locke erkennbar, auf dem Eingangsbild sieht man sie aber in der Mitte thronen. :)
Als ich Tage später mit Freunden im Kaffee saß und sie meine Handytasche sahen, bekamen sie einen Lachanfall und meinten "Es" bräuchte noch Augen. Aber als wir dann über die Position der Augen sprachen, hatte jeder eine unterschiedliche Deutung der Gesichtsformung. Ich denke, sie bekommt eher keine Augen, so ohne Namen und Gesicht gefällt sie mir doch besser.

Und dann wollte ich noch diese Schönheit zeigen:




13 gleichzeitig geöffnete Blüten. Was ein Rekord! Zumindest bei mir. Sowieso hat diese Clivie dieses Jahr erst das zweite mal "in meiner Hand" geblüht. Sie geht schon seit mehr als 30 Jahren durch meine Familie und bei mir wuchs sie zwar unheimlich, aber blühte nur einmal vor 4 Jahren und das auch nur spärlich. Im Frühjahr hatte ich mir dann mal ein Herz gefasst und sie um- und auseinander getopft. Und siehe da, 3 von 4 Mutterpflanzen blühen. Das Umtopfen wurde auch Zeit, wenn man sich dieses Wurzelbild von damals anguckt:



Und nun werd ich mich mal vorbereiten und Pläne schmieden für dieses mörderwarme Wochenende.

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