Schön aber wenn es ja Alternativen gibt. Und so befinden meine bessere Hälfte und ich uns gerade in einem regelrechten Einkochrausch.
In der Nähe meines Schwiegervaters gibt es eine kleine Pflaumenallee, die herrenlos zwischen zwei Feldern steht. Seit Jahren beobachten wir immer gespannt, wie sich die Pflaumen entwickeln und ob wir welche ernten können. Als wir letzte Woche zum Reifegrad-Checken an der Allee entlang spazierten, entdeckten wir zunächst einen Mirabellenbaum mit herrlich reifen Früchten. So reif, dass ein leichter Stups der Frucht sie einem direkt in die Hand fallen lies. Und nachdem wir sattgefuttert noch ein weiteres Kilo im Eimerchen hatten, entdeckte ich einige Brombeeren. Oh welche Überraschung. Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir, dass es aber nicht nur ein kleines Brombeersträußchen war, sondern die Hälfte dieser Pflaumenallee komplett von einem riesigen Brombeerstrauch unterwuchert war. 10-15m breit und ungelogene 3 Meter hoch. Wenn man sich einen Weg bis an die süßen Früchte gebahnt hatte und umringt von wildwachsenden Dornenranken stand, fühlte man sich schon sehr an Dornröschen erinnert. Letzte Woche war unsere Ausbeute nur ein kleines Kilo, da wir ja auch noch Mirabellen hatten und die Brombeeren noch nicht vollständig reif waren. Gestern jedoch hatten wir nach ca. einer Stunde Klettersport und jeder Menge "Au's" ganze 3,5kg in unseren Eimern. Und am Abend dann wurde fleißig Marmelade gemacht.
Hier nur die kleinere Hälfte unserer Beute. Gläser wurden auch vorbereitet, glücklicherweise hatte mein Schatz diese Woche eine ganze Kiste bestellt.
Im Vordergrund kann man den neuen Einfülltrichter sehen, der gleich mitbestellt wurde. Denn auch wenn wir ein eingespieltes Team beim Einkochen sind (ich übernehme die Herdarbeit und befülle die Gläser, die er dann schnell zuschraubt und umdreht), so wurde sich doch immer dezent beschwert, dass ich über den Rand kleckerte und er dann klebrige Gläser in den Händen hielt. Und damit ich auch mal Nicht-Kleckern lerne, wurde mir ein "Einfülltrichter" bestellt. Aber praktisch ist das Ding allemal, mit etwas Ausprobieren, weiß man genau wieviel man da reinkippt, damit die Gläser bis knapp unter den Rand befüllt sind.
Hier ein Blick in die lecker-heiße Marmeladenpampe. Und nachdem stolze 18 Gläser abgefüllt wurden, hier ein Blick auf das (vorläufige) Endergebnis.
Nun warten wir ab, ob nächste Woche noch immer Beeren nachreifen. Auf jeden Fall ist dann aber auch Holunder reif. Wobei wir für den noch nach Rezepten suchen. Und die Birnen in Papas Garten werden auch langsam gelb. Und die Pflaumen tragen dieses Jahr auch wirklich Unmengen von Früchten. Und dann bekommen wir ja noch die Äpfel ... und ... und ... hach, schön wenn die Natur wirklich großzügig zu einem ist. Und die Familie freut es auch, gehen doch heute, neben Brombeergläsern, auch gleich noch diese hier auf die (familiäre) Rundreise.
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